Arbeitserlaubnis

Die Arbeitsaufnahme in Ungarn ist noch rechtlich eingeschränkt. Normalerweise braucht jeder, der in Ungarn eine Arbeit aufnehmen will, eine Arbeitserlaubnis. Wie hierzulande auch, ist diese Prozedur mit beträchtlichem bürokratischen Aufwand verbunden. Mit dem Papierkram hat man zum Glück nicht viel zu tun: Der Arbeitgeber beantragt die Arbeitserlaubnis beim zuständigen ungarischen Arbeitsamt und reicht dabei diverse Dokumente, wie Qualifikationsnachweise und Gesundheitszeugnis des Stelleninteressenten, ein. Die ungarischen Behörden überprüfen dann z.B., ob die Stelle nicht auch mit einem ungarischen Arbeitslosen besetzt werden könnte. Das kann dauern, deshalb muss der Arbeitgeber seinen Arbeitskräftebedarf schon mindestens zwei Monate vor Stellung des eigentlichen Antrags gemeldet haben. Die Erlaubnis gilt ein Jahr lang, dann muss sie verlängert werden.
Problematisch ist diese Hürde vor allem bei Branchen, in denen es auch in Ungarn Arbeitslosigkeit gibt. Nach Einschätzung der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer ist die Erteilung der Arbeitserlaubnis für Deutsche ansonsten
reine Formsache.
Einige Personengruppen brauchen sogar überhaupt keine Arbeitserlaubnis;
vor allem:
  • Praktikanten, soweit das Praktikum Teil eines Studiums ist
  • Leitungspersonal der Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen
  • Leitungspersonal von Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung
  • Servicepersonal ausländischer Dienstleister, das nicht länger als 15 Arbeitstage in Ungarn tätig ist